Kastration Rüde

BREMER HUNDEPFOTEN - KASTRATION DES RÜDEN

Kastration Rüde –Ja oder Nein

 

Da es leider immer mehr bei vielen Tierärzten immer früher angeraten wird, nehme ich hier das Thema Kastration mit rein. Allein aus Verhaltensbiologischer Sicht ist es unverantwortlich einen Hund zu kastrieren bevor er auch vom Kopf her ausgereift ist. Das Gehirn des Hundes braucht viele der Hormone um zu reifen und dies wird dem Hund mit einer Kastration genommen..

Auch hört man immer wieder das der Hund dann ruhiger wird und sich viele Probleme von alleine lösen. Das stimmt nur bedingt. NUR Verhalten welches auch tatsächlich Testesteronabhängig ist wird sich ggf. verändern, alles andere sind hausgemachte Probleme und da muss man dran arbeiten!

Aber nicht nur die Tatsache das der Hund nicht die Chance bekommt erwachsen zu werden, sondern auch  die gesundheitlichen Folgen werden schlichtweg von den meisten Tierärzten immer noch ignoriert oder sogar bestritten, obwohl es inzwischen umfassende Studien darüber gibt.

Im folgendem Text findet ihr Auszüge  von Dr. Ralph Rückert  (einer der besten und ehrlichsten Tierärzte überhaupt!) Zu diesen Aussagen gibt es  viele belegte Studien und die Ausgabe der Wuff wo es noch einmal speziell um das Verhalten beim rüden geht

Der vollständige Text ist hier nachzulesen:


www.tierarzt-rueckert.de/blog/details_1489_3_18951.html

https://www.wuff.eu/wp/die-kastration-des-rueden-aus-verhaltensbiologischer-sicht/

 

„Mit der Kastration wird einerseits das Auftreten bestimmter Tumore verhindert, andererseits aber steigt das Risiko für andere Krebsarten, und zwar wahrscheinlich so deutlich, dass das gesamte bisherige Kastrationskonzept in Frage gestellt wird.“

„Andere Studien belegen, dass das Risiko für die Entwicklung eines Osteosarkoms (Knochenkrebs) für kastrierte Hunde um das drei- bis vierfache erhöht ist. Selbst die Datenlage zur Verhinderung von Gesäugetumoren durch die Kastration steht unter Beschuss. Und bösartige Prostatatumoren beim Rüden treten bei Kastraten nicht seltener, sondern häufiger auf!“

„Besonders bedrückend ist für mich, dass eine Kastration fast sicher das Auftreten von Hämangiosarkomen, den berüchtigten Milztumoren, fördert. Ich bin auf diese Erkrankung in einem früheren Blogartikel schon einmal eingegangen. Mit dieser extrem bösartigen und gefährlichen Tumorart haben wir es bei älteren Hunden andauernd zu tun.“

„Damit leider nicht genug: Auch verschiedene orthopädische Probleme werden inzwischen mit der Kastration in Verbindung gebracht. Bezüglich Kreuzbandrissen scheint es bereits unumstritten festzustehen, dass diese Verletzung bei kastrierten Tieren deutlich häufiger vorkommt. Es gibt aber auch Hinweise, dass sogar Hüftgelenkarthrosen bei Kastraten früher und schlimmer auftreten. Letzteres scheint aber noch nicht wirklich sicher. Ziemlich klar dagegen ist der Zusammenhang zwischen der Kastration und der häufigsten endokrinologischen Störung des älteren Hundes, der Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose).“